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Spiegelbilder: Menschliche Psyche und tierisches Wohlbefinden
Plötzlich ändert sich auch die eigene Einstellung zum Tier selbst. Es ist kein artfremdes Lebewesen mehr, sondern wird zum Freund, Begleiter und Lebens-Gefährte also zu einem einzigartigen Individuum. Aus dieser Gemeinschaft erwächst eine merkwürdige und wunderbare Art der Kommunikation. Tiere, insbesondere Haustiere und vor allem unsere Hunde sind hochsensible Lebewesen, die sich bis zur Selbstaufgabe auf ihre menschlichen Begleiter einstellen können. Leider ist das nicht immer zum Wohle des Tieres selbst, bekommt es doch mit seinen feinen Antennen auch den psychischen "Hausmüll" seiner Zweibeiner mit. Ich habe schon immer geglaubt, daß Tiere und Menschen eine telepathische Empfänglichkeit füreinander entwickeln können und habe diesen Glauben in meiner Praxis bestätigt bekommen. Oft ist die Auffälligkeit dieses Phänomens so groß, daß es einfach nicht mehr als "zufällig" abgetan werden kann. In Laufe der Zeit bin ich dazu übergegangen, bei besonders hartnäckigen
und chronischen Erkrankungen ein Gespräch mit den Besitzern zu führen
und sie über ihren Umgang mit dem Tier, ihren täglichen Sorgen
und über ihren eigenen Gesundheitszustand zu befragen. Es ergaben
sich erstaunliche Aus diesen vielen Informationsquellen entwickelte sich eine Art Fragebogen:
Die Antworten auf diese Fragen verhalfen oft zum besseren Verständnis des gesundheitlichen Problems. Bei unseren Tieren kommen nämlich die vielfältigsten "Botschaften" der vertrauten Personen an. Sie nehmen nicht so sehr das auf, was wir sagen, sondern vielmehr das, was wir im Inneren fühlen und uns vorstellen. Fast kann man von geistigen Bildern sprechen, die wir auf unsere Tiere projizieren. Wenn Sie daran denken, daß zwischen dem Besitzer und seinem Tier tiefe emotionale Bindungen bestehen, können diese geistigen Bilder eine ungeheure Wirkung auf das Tier haben, eine Wirkung, die möglicherweise die vorher beschriebenen "merkwürdigen" Zufälle im Krankheitsverhalten von Mensch und Tier teilweise erklärt. Wenn Sie noch nie daran gedacht haben, daß Tiere durch Gedanken, Emotionen und Verhaltensweisen ihrer Besitzer krank werden könnten, erscheint Ihnen diese Vorstellung wahrscheinlich ziemlich abwegig. Aber die Fälle in der Praxis sind oft zu augenfällig. Hier ein paar Beispiele Unter starkem Juckreiz leidende Hunde haben in der Familie in der sie leben, oft ein Mitglied mit Neurodermitis oder Allergien. Ich habe aber auch Fälle erlebt, in denen sich die Besitzer Sorgen darüber gemacht haben, daß ihr Tier eine bestimmte Krankheit bekommen würde und alles mögliche unternahmen, das zu verhindern. Weil z.B. der Vorgänger des Tieres an einer bestimmten Krankheit verstarb und man große Sorge hatte, das nochmals zu durchleben. Dann fragt man sich verzagt, warum man "wieder" ein Tier mit einer Nierenerkrankung hat. Warum ist die Bindung zwischen Mensch und Tier so stark, daß sogar der körperliche oder emotionale Gesundheitszustand der menschlichen Gefährten reflektiert wird? Warum übernimmt ein Tier vorurteilslos die Informationen der Besitzer?
Betrachten wir es einfach mal aus dem Gesichtspunkt des Tieres. Stellen
Sie sich einen Augenblick vor, sie wären Ihr Tier: "Hier bin
ich, meine ganze Welt besteht aus dieser Familie und möglicherweise
noch ein paar Kindern, Hunden und Katzen auf der Straße. Diese Familie
gibt mir all mein Futter und all meinen Schutz. Ich bin völlig von
ihr abhängig. Sie überschütten mich mit Zuneigung und in
der Regel mag ich das. Manchmal ignorieren sie mich und ich kenne den
Grund dafür nicht. Aber das macht mich besorgt. Was wäre, wenn
ich sie alle zusammen verlieren würde? Ich bin auf ein Rudel angewiesen, Unsere Haustiere empfinden also nicht anders, als jeder unselbständige Nachwuchs. Sie erkennen die Quellen ihrer Sicherheit, bleiben bei ihr, gehorchen, eifern nach und entwickeln eine feste Beziehung. ::: Lesen Sie auch > Drum prüfe, wer sich an einen Hund bindet, woher er stammt!
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