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Verantwortung für den Hund- Kindersache?

Im Tierheim wird ein Welpe abgegeben, 14 Wochen ist das Kerlchen alt.
Der ehemalige Besitzer verläßt das Tierheim unter Tränen.
In diesen Fällen hat man nicht nur mit den Hunden Mitleid, sondern
auch mit dem Herrchen, dem es offensichtlich schwergefallen ist, das Tier
abzugeben.
Wenn man dann erfährt warum der Hund abgegeben wurde, wird aus Mitleid
Wut. Wut über die Dummheit mancher Welpenkäufer und Wut über
die Sorglosigkeit mancher Züchter.
Der Hund wurde für ein siebenjähriges Kind gekauft. Die gesamte
Verantwortung für den Welpen wurde auf dieses Kind übertragen.
Man hatte auch nicht bedacht, dass es sich bei dem Welpen um einen kleinen
Wilden handeln könnte, der mit seinen "Fahrkartenzwickern"
ganz ordentlich zubeißen kann.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Kinder in diesem Alter ein
Der-will-bloß-spielen nicht so ohne weiteres akzeptieren, schließlich
tut es gemein weh.
Letztendlich war das Kind total überfordert und der Welpe mußte
ins Tierheim.
Grundsätzlich sollte kein Hund für ein Kind angeschafft werden.
Man sollte sich als Eltern immer im klaren sein, dass die Versorgung des
Tieres den Erwachsenen zufällt. Es spricht nichts dagegen, wenn die
Kinder mithelfen, aber unter Aufsicht, nicht nur zum Schutz der Kinder,
sondern auch zum Schutz des Welpen.

Wie oft kommt es vor, dass junge Hunde im Kinderzimmer verschwinden und
ausgerechnet das Lieblingsplüschtier Opfer eines übermütigen
Welpenspiels wird. Es ist verständlich, dass die Kinder dann sauer
werden und sich zu unüberlegten Reaktionen hinreißen lassen.
Ist das Kind dann mit dem Welpen alleine, wird so manches Mißverhältnis
zwischen Kind und Hund in die Wege geleitet. Sind die beiden unter Aufsicht,
hat man die Möglichkeit dem Welpen klar zu machen, dass er im Kinderzimmer
nichts verloren hat und dem Kind kann sofort ein Ersatz für das beschädigte
Spielzeug angeboten werden, dann ist es meist zufrieden, denn es sollte
keine Nachteile durch den Hund haben.
Ich halte es auch für gefährlich, wenn man ein Kind mit einem
Hund alleine spazieren gehen läßt.
Mag der eigene Hund noch so gutmütig sein, andere sind es vielleicht
nicht und was dann?
Das Kind steht mittendrin, oder versucht seinen Hund zu retten, ich mag
mir gar nicht ausmalen, was da passieren kann.
Wenn ich bedenke wie schwierig es oft ist einen Welpen zur Stubenreinheit
zu erziehen, wie genau man Zeiten einhalten sollte, oder den Welpen beobachten
sollte, dann muß einem eigentlich klar werden, dass Kinder damit
überfordert sind.
Und was ist, wenn Kameraden zum Spielen kommen, dann ist der Hund vergessen,
ist ja eigentlich auch normal, kann aber so einem kleinen Hund nicht zugemutet
werden.
Es gibt sicherlich auch bei den Kindern Ausnahmen, aber im Großen
und Ganzen sollte der Hund für die Familie angeschafft werden, jeder
sollte sich im Rahmen des Vertretbaren darum kümmern, dann gibt es
später auch keine böse Überraschung.
Und wie schön ist es wenn Kind und Hund gute Kameraden sind und
durch dick und dünn miteinander gehen.

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Kontakt zur Autorin:
E-Mail: sybille@white-shepherd-helpline.de
Homepage: http://www.white-shepherd-helpline.de/
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