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Angelika Bodein
Mentaltraining - Tipps für Alltag, Training und Wettkampf
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Mentaltraining - Tipps für Alltag, Training und Wettkampf
Wir wissen, wie unsere Hunde lernen, haben uns viel mit positiver
Erziehung beschäftigt, können die Calming Signals deuten
und trotzdem klappt es nicht so, wie wir uns wünschen.
Freunde und Verwandte reden uns in die Hundeerziehung rein, wir
bekommen fast einen Herzschlag, wenn uns wieder dieser schlimme
Nachbarshund mit seinem uneinsichtigen Herrchen entgegen kommt und
obwohl im Agility Training alles geklappt hat, will der Hund im
Turnier nicht so, wie wir wollen.
Welchen Einfluss haben wir auf diese Situationen?
Erinnern Sie sich noch an Ihr erstes Rendezvous?
Wie aufgeregt Sie waren?
An das Kribbeln im Bauch?
Haben Sie andere Menschen vielleicht auf das Strahlen in Ihren Augen
angesprochen?
Oder erinnern Sie sich doch mal an Ihren schönsten Urlaub
- was fühlen Sie?
Steigt vielleicht ein Bild vor Ihnen auf? Riechen Sie vielleicht
das Meer?
Hören Sie vielleicht den Urlaubshit, der sich für Sie
mit diesem Urlaub verbindet?
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Situationen, auf die wir warten (wie das Date) und auch Situationen,
die bereits vergangen sind, beeinflussen also, was wir fühlen, lassen
innere Bilder entstehen oder wir hören eine innere Stimme.
Und genauso ist es möglich, dass unsere Gedanken die Arbeit mit
dem Hund beeinflussen.
Tatsächlich ist es sogar ziemlich einfach. Unser Gehirn kann nicht
unterscheiden, ob die inneren Bilder auf tatsächlichen Ereignissen
beruhen oder nur "einge-bildet" sind. Und diese Tatsache nutzen
wir im Mentaltraining.
Regel Nummer 1:
Setzen Sie sich positiv formulierte Ziele, z.B. "In 2 Wochen läuft
mein Hund an der Leine sauber Fuss".
Überlegen Sie sich, wie Sie daran arbeiten wollen, was Sie bis zu
welchem Zeitpunkt erreichen wollen. Ziele richten unser Denken und dadurch
unsere Handlungen in eine bestimmte Richtung aus. Sie werden viel aufmerksamer
Schritte in die richtige Richtung bemerken und verstärken.
Regel Nummer 2:
Denken Sie nie daran, was nicht klappen könnte.
Unser Gehirn erkennt keine Verneinungen. Bei dem Ziel "Mein Hund
soll nicht mehr an der Leine ziehen", verarbeitet das Gehirn "ZIEHEN
- ZIEHEN - ZIEHEN". Sie programmieren sich also auf den Fehler
Überlegen Sie sich einmal, wie verwirrend das für Ihren Hund
sein muss: Sie sagen laut "Fuss", aber der Hund spürt Ihre
Unsicherheit "Ziehen - Ziehen -Ziehen
"
Konzentrieren Sie sich also darauf, was Sie erreichen wollen und Ihr Hund
wird eindeutige Signale von Ihnen empfangen.
Regel Nummer 3:
Bestimmen Sie selbst, wie Sie reagieren, wie Sie sich fühlen.
Ein Beispiel:
Sie fahren auf der Autobahn. Es ist schönes Wetter, Sie hören
Musik und fühlen sich sehr wohl. Sie wechseln auf die linke Spur,
weil Sie überholen wollen. Da kommt von hinten ein Auto angerast,
fährt auf und gibt Ihnen die Lichthupe. Sie fangen an zu fluchen
und ärgern sich. Das gute Gefühl ist wie weggeblasen.
Was ist hier passiert?
Das Ergebnis:
Sie sind sauer. Wie ist es dazu gekommen? Sie haben auf einen visuellen
Reiz, nämlich das Auffahren des Hintermanns mit einem sehr starkem
negativen Gefühl reagiert. Auf einmal haben Sie schlechte Laune.
Wie können Sie dieses Programm verändern?
Sie könnten sich vornehmen, zukünftig auf solche Raser mit Gelassenheit
zu reagieren. Dazu müssen Sie schauen, wie Ihr Programm für
Gelassenheit aussieht. In welcher Situation sind Sie gelassen?
Wenn Sie das Programm für Gelassenheit kennen, ersetzen Sie das Programm
Ärger einfach durch das Programm Gelassenheit. So wird es Ihnen auch
gelingen, mit schwierigen Situationen im Wettkampf gelassen umzugehen,
sich von Zuschauern oder Richtern nicht aus der Ruhe bringen zu lassen.
Das hört sich jetzt ganz einfach an, und - es ist auch einfach.
Es gibt Übungen, die Sie dabei unterstützen, individuelle Ziele
für Alltag, Training und Wettkampf zu formulieren. Sie können
trainieren, wie Sie z.B. Ruhe und Konzentration (die Ihnen ja in anderen
Alltagssituationen zur Verfügung steht), auf Wunsch abrufen können.
Qualifiziertes Hundetraining ist die eine Seite des Erfolges - ein konzentrierter
und selbstsicherer Hundeführer macht Alltag, Training und Wettkampf
schließlich zum Vergnügen.
Angelika Bodein, Mentaltrainings-Coach
www.hunde.sonnenklar.net
Kontakt zur Autorin:
E-Mail : info@sonnenklar.net
Homepage: www.hunde.sonnenklar.net
(C) Angelika Bodein, alle Rechte vorbehalten
Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Autors!
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