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Gesamte Artikel | Alle Artikel von Saskia und
Angelika Bodein
Bindung Mein Mensch ist die Größte!
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Bindung
Bindung ist die Beziehung zwischen Mensch und Hund. Wenn der Hund
eine gute Bindung zeigt, bedeutet das, dass er auf seinen Menschen
achtet, sich an ihm orientiert.
Bindung entsteht aus Vertrauen heraus. Der Welpe wird die nächsten
10 bis 15 Jahre mit dir verbringen. Er sucht bei dir Schutz, Sicherheit
und Verständnis.
Wie wird Bindung aufgebaut?
Wenn sich der Welpe auf dich verlassen kann, dir vertraut, dann
entwickelt er auch eine Bindung zu dir.
Ankommen lassen
Wenn der Zwerg einzieht, dann lasse ihm in der ersten Woche
Zeit, bei dir anzukommen. Der Kleine wird langsam die neue Umgebung
erkunden.
In dieser Zeit sollte niemand zu Besuch kommen, damit der Welpe
in Ruhe lernen kann, zu wem er gehört.
Er lernt den Geruch, die Stimme und Gestik der Menschen kennen,
mit denen er nun zusammen wohnt. Und er wird sich auf den Lebensrhythmus
in seinem neuen Zuhause einstellen.
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Folgetrieb
Stolpergefahr! Kommt ein gut geprägter Welpe ins Haus, weicht
er seinem Menschen normalerweiser nicht von der Seite ständig
wuselt der kleine Wurm seinem Menschen zwischen den Beinen herum.
Welpen besitzen einen natürlichen Folgetrieb sie bleiben bis
zur ca. 20. Woche immer in der Nähe ihrer Mutter (oder ihres Mutterersatzes
*lach*).
Die Mutter gibt Schutz und Nahrung. Hat dein Welpe diesen Folgetrieb
freue dich. Läuft der Welpe hinter dir her und schaut dich sogar
dabei an, dann lobe ihn mit hoher Stimme und ihm ein Leckerchen! Ist der
Welpe auf den Clicker konditioniert, dann gibt es einen Click und Belohnung.
Ermuntere den Welpen dazu, weiter mit dir mitzulaufen. Auch hier gibt
es dann wieder einen Click und anschließend das Leckerchen.
Entfernt sich der Welpe von dir, dann laufe in die Gegenrichtung, giggele
und wenn er dann angerast kommt: Click und Belohnung.
Verstecken
Ist der Welpe unaufmerksam und beachtet dich nicht, dann kündige
mit einem Signal, vielleicht TSCHÜSS, an, dass er jetzt zwei Möglichkeiten
hat, zu reagieren: Entweder er nimmt Kontakt zu dir auf und alles ist
gut *lach* oder aber du verschwindest. D.h. du kündigst eine Strafe
an (wenn du weg bist, ist das eine Strafe für den Welpen), aber der
Welpe hat die Möglichkeit, diese Strafe zu vermeiden.
Achtet der Welpe weiterhin nicht auf dich, dann verstecke dich und warte
ab. Sobald es dem Wicht auffällt, wird er dich aufgeregt suchen
So lernt er, immer wieder nach seinem Menschen zu schauen, damit der nicht
abhanden kommt. Du solltest dem Welpen auf keinen Fall hinterher laufen,
um ihn einzufangen *g*. Denn das ist Spiel, das dein Welpe liebt *lach!
Was kost die Welt
?
Nun gibt es aber auch Welpen, die beim Einzug in ihr neues Heim diesen
Folgetrieb nicht zeigen.
Ich habe gerade wieder so eine kleine, selbstbestimmte Australian Shepherd
Hündin, sie heißt June, in der Welpengruppe.
Sie ist neugierig auf die Welt und sie scannt die Umwelt nach Reizen ab:
wo bewegt sich etwas, wo ist was los? Die Kleine wurde auf der Wiese abgesetzt
und ist losmarschiert, ihre Chefin hat sie überhaupt nicht interessiert.
Die anderen, großen Hunde fand sie super, aber Menschen waren ihr
absolut egal.
Was tun?
Wie bringt frau so einer kleinen Hundepersönlichkeit bei, dass
ihr Mensch der Nabel der Welt ist? Und wie kann frau erreichen, dass die
Kleine sich locken und lenken lässt? Ein Welpe ist in der großen
weiten Welt vielen Verlockungen ausgesetzt da muss es beim Menschen
schon sehr interessant sein.
Nur noch aus der Hand füttern
June bekommt ihr gesamtes Futter nur noch aus der Hand gefüttert.
Sie wird gebarft, da kommen dann die gewolften Hühnerhälse aus
der Tube *lach*. Am besten als Belohnung fürs Herkommen oder für
andere Arbeiten, beim Clickern, z. B. Sitz, Platz oder das
Anschauen.
Futter ist ein Grundbedürfnis des Welpen und er lernt sehr schnell:
mein Mensch ist der Futterautomat.
Kein Spielzeug zur freien Verfügung
Alles Spielzeug wird weg geräumt. Spielzeug, d.h. Spaß
gibt es nur noch gemeinsam mit dem Menschen.
Beim Spiel mit dem Futterbeutel kommt beides zusammen: Aktion und Fressen.
Und der Welpe lernt auch hier: mein Mensch ist einfach toll.
Spaziergänge
Auf den Spaziergängen wird der Hund nicht sich selbst überlassen
er braucht Beschäftigung.
Das können Renn- und Suchspiele oder auch Geschicklichkeitsspiele
sein. Lass den Hund auf Baumstämmen balancieren, langsam über
Äste steigen, buddelt gemeinsam in Mäuselöchern
Schleppleine
Solange für June alles andere wichtiger ist als ihre Chefin,
wird sie draußen durch die Schleppleine begrenzt. So wird sicher
gestellt, dass sie sich nicht allein in die große weite Welt aufmacht.
Die richtige Belohnung
Kaum ein Hund findet es wirklich spannend, (nur) gelobt oder gestreichelt
zu werden, wenn er doch mit anderen Hunden spielen könnte oder auch
einem Reh hinterher rennen
Beobachte deinen Hund genau: was macht er wirklich gern? Und wann macht
er es gern? Nicht immer ist ein Leckerchen die richtige Belohnung.
Auch dazu bald mehr.
Erfolg!
June hat sehr schnell erkannt, dass ihre Chefin wichtig ist. Sie nimmt
jetzt häufig, auch auf Spaziergängen in der Hundegruppe, Kontakt
auf und kommt aufs Rufen zurück gerannt.
Die Autorin Angelika Bodein leitet die Hundeschule
Clicker Doggies Mit Freude zum Dream-Team.
Bei Fragen, Anregungen und Kritik wenden Sie sich bitte an mich per
email:
Kontakt zur Autorin:
E-Mail : sb@swirling-brook.de
Homepage: www.swirling-brook.de
(C) Angelika Bodein, alle Rechte vorbehalten
Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Autors!
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