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Weihnachtszeit - Welpenzeit ?

Das Weihnachstfest nähert sich mit Riesenschritten und in vielen Familien kommt der klassische Wunsch der Kinder nach einem Hund wieder auf. Verständlich einerseits, wer von uns hätte in seiner Kindheit nicht auch gerne einen Hund zum Spielkameraden gehabt. Aber unsere Mütter waren da damals wohl pragmatischer in Ihren Entscheidungen. Ein klares Nein war bei uns stets die Antwort .

Mittlerweile leben wir nun selbst seit fast 13 Jahren mit unserem Hund. Der Entschluß dazu kam nach der Geburt unseres ersten Sohnes. Und rückblickend können wir sagen, die Entscheidung war richtig. Unsere Söhne und wir lieben unseren Hund und umgekehrt ist es wohl genauso. Auch in unserer Verwandtschaft und in unserem Freundeskreis gibt es begeisterte Hundehalter. Aber immer war die Entscheidung für einen Hund ein (Kindheits) Wunsch der Eltern.

Und diese Entscheidungen waren wohlüberlegt und gut durchdacht. Erste Voraussetzung für ein harmonisches Miteinander.

Anders sieht es bei den - meist spontanen - Weihnachtseinkäufen aus. Das Unglück nimmt seinen Lauf mit dem Besuch bei einem Züchter, um sich "nur mal die süßen Welpen anzuschauen". Sind die Eltern selbst noch unerfahren im Umgang mit Tieren, lassen sie sich von den leidenschaftlichen Beteuerungen der Kinder, sich um den Hund zu kümmern, ihn zu füttern und mit ihm zu spielen, leicht beeinflussen. Die wenigsten bedenken dann, daß sie sich mit dem Kauf eines Hundes für einen sehr langen Zeitraum an diesen Lebensgefährten binden. Vielen Spontankäufern ist auch überhaupt nicht bekannt, wie groß der Zeit- und Pflegeaufwand - insbesondere für eine jungen - Hund ist.

Einmal Zuhause, kehrt schnell die Ernüchterung ein. Der Welpe fordert Zuwendung und Pflege. Der ganze Tagesablauf wird umgestellt. Ist er noch nicht stubenrein, heißt es nachts raus, damit der kleine Kerl sein Geschäftchen machen kann. Und das nicht nur einmal, sondern alle paar Stunden. Die Kinder verlieren meistens nach kurzer Zeit das Interesse an der Fütterung und dem Spiel mit dem Hund. Sie haben 1000 andere Dinge, die sie fordern und interessieren.

Es dauert dann meist nicht lange, bis der erste Streit ausbricht. Die Hausfrau/der Hausmann weigern sich, die Mehrarbeit alleine zu bewältigen. Die Kinder kommen ihrer Pflicht lustlos bis gar nicht nach. Der Hund fängt an lästig zu werden. Und irgendwann ist der Tag da, an dem der Hund weg soll. Im günstigsten Fall findet er wieder Aufnahme bei seinem Züchter. Meistens landet er im Tierheim und schlimmstenfalls wird er ausgesetzt . Die Tierheime verzeichnen gerade nach Weihnachten einen Anstieg der abgegebenen oder ausgesetzten Hunde, oft auch Rassehunde, für die man vorher viel Geld bezahlt hat.

Was das arme Tier erleidet, darüber denkt dann keiner mehr nach. Wir leben schließlich in einer Wegwerfgesellschaft. Seien Sie sich darüber im klaren, daß die meiste "Arbeit" an Ihnen hängenbleibt. Wenn Sie nicht dazu bereit sind, verzichten Sie auf die Anschaffung.

Ein Hund ist etwas wunderbares. Er wird sich auf die soziale Entwicklung ihrer Kinder sehr positiv auswirken. Sie werden durch Ihren Hund viele neue Bekanntschaften machen. Aber er bedeutet auch die Übernahme von Verantwortung, die Bereitschaft sich um Ihn zu kümmern und last but not least auch eine finanzielle Mehrbelastung in Form von Futter und Tierarztkosten.

 

Deshalb meine dringende Bitte an alle Eltern, deren Kinder sich einen Hund wünschen:
Machen Sie sich die Entscheidung für einen Hund nicht leicht !

Er hat es nicht verdient abgeschoben zu werden, weil er Ihnen lästig geworden ist.

Lesen Sie hierzu auch unsere Tips zum Welpenkauf.

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