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Kleine Hunde sind ideale Begleiter und können auch in Stadtwohnungen gehalten werden. Es gibt zahlreiche kleine Hunderassen, von denen einige besonders beliebt sind.

Aber was genau sind kleine Hunde?

Cairn Terrier

[ Cairn Terrier / Foto Regine Zweig]

Gibt es dafür eine genaue Definition? Immerhin gibt es speziell für kleine Rassen eine eigene Züchtervereinigung. Der bereits 1948 gegründete Verband Deutscher Kleinhundezüchter e.V., ein dem VDH angeschlossener Verein, nennt die Rassen, die man dort zu den Kleinhunden zählt. Diese sind: der Bichon frisé, der Bologneser, der Cavalier-King-Charles-Spaniel, der Kurzhaar-Chihuahua, der Langhaar-Chihuahua, der Havaneser, das Löwchen, der Malteser, der Mops, der Papillon, der Phalène, das Schipperke, der Shih-Tzu und der Zwerggriffon.

Von kleinen Hunden spricht man auch dann, wenn diese eine Widerristhöhe von maximal 30 Zentimetern aufweisen. Sicherlich gehören dann auch die ganzen Kleinzüchtungen, wie z. B. der Zwergdackel, der Zwergspitz, der Zwergschnautzer und der Zwerg- oder Toypudel dazu. Nicht zu vergessen der Zwerg- oder Rehpinscher.

Ganz besonders interessant ist jedoch, was Biologen, Genforscher und Archäologen zu der Herkunft von Kleinhunden festgestellt haben. Sie gehen aufgrund ihrer wissenschaftlichen Erkenntnisse davon aus, dass die Kleinhunde ihre Wurzeln in Mesopotamien haben.

An Mesopotamien erinnern wir uns noch aus dem Geschichtsunterricht. Das Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris gilt immerhin als die kulturelle Wiege der Menschheit. Hier wurden erstmals ehemalige, nomadisierende Stämme sesshaft, weil sie von der Jagd auf den Ackerbau wechselten. Dies fand vor ca. 12.000 bis 9.000 Jahren statt.

Skelettfunde aus dieser Zeit und aus dieser Gegend zeigen Hunde, die sehr viel kleiner waren als ihre Artgenossen aus Deutschland, Westrussland und Belgien, deren fossilen Überreste weitaus älter (29.000 bis 11.000 Jahre alt) sind. Die gravierenden Unterschiede, die auffallen, wenn man die Skelette der verschiedenen Fundorte vergleicht, stimmten die Wissenschaftler nachdenklich.

Man ging letztendlich davon aus, dass die Domestizierung der Wölfe einherging mit einer Verkleinerung. Derartige Entwicklungen konnte man auch bei Ziegen und Kühen nachweisen. Werden Tiere in die menschliche Gemeinschaft aufgenommen, so bedeutet dies erfahrungsgemäß eine Einschränkung des Lebensraumes, und das hat offenbar Auswirkungen auf die Größe.

Eine genetische Analyse konnte weitaus präzisere Beweise erbringen. Diese wurde vorgenommen durch Forscher der UCLA (University of California, LA), die bestimmte Gene von Wolfspopulationen aus dem Nahen Osten mit denen von Kleinhundrassen verglichen. Und tatsächlich zeigten sich dort erstaunliche Ähnlichkeiten.

Es gab zwar keine übereinstimmenden Varianten des untersuchten Gens IGF 1, doch es gab vergleichbare Variationen von zugehörigen Basenpaaren. Die starken Ähnlichkeiten lassen lt. Angaben der Wissenschaftler den Schluss zu, dass kleine Hunde (Körpergewicht 9 kg - 30 kg) ihren Ursprung in Mesopotamien haben. Man nannte insbesondere die Rassen Chihuahua, Boston-Terrier, Pekinese und Norfolk-Terrier.
Nachweisen konnten die Genforscher auch, dass genau die genetische Veränderung, die zu der Verkleinerung der Hunde bzw. Wölfe führte, erst NACH der ersten Domestizierung dieser Tiere auftrat.

Rassen : Kleine Hunde

Cairn Terrier

Chihuahua

Havaneser

Yorkshire Terrier

Zwergdackel

Zwergspitz

 

Beispiele für Grosse Hunde

Hier finden Sie die komplette Züchterliste bei Welpen.de: Hundezüchter

 

 

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