Pyrenäischer Hütehund - Rassebeschreibung
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Der pyrenäische Hütehund - Berger des Pyrénées
Im Gegensatz zu anderen Hunderassen, die fast ausschließlich künstlich
durch eine ausgewählte Zucht des Menschen entstanden, handelt es
sich bei dem pyrenäischen Hütehund um eine sehr ursprüngliche
und unveränderte Rasse.
Sie wurde über Jahrhunderte entwickelt, zum einen durch die Landschaft,
in der sie lebt und zum anderen durch die ihr übertragenen Aufgaben.
Die raue Hochgebirgslandschaft in den Pyrenäen hat den Berger
des Pyrénées zu einem Hund gemacht, der sowohl größere
Hitze aber auch raues, kaltes und feuchtes Winterwetter gut verträgt.
Seine Tätigkeit als Hütehund für diverse Herdentierarten
hat ihn besonders intelligent, mutig und eigenwillig werden lassen, denn
bei dieser Aufgabe ist er überwiegend auf sich alleine gestellt.
Ein Berger des Pyrénées zeichnet sich durch ein robustes
Äußeres und eine stark entwickelte Persönlichkeit aus.
Bei diesen Hunden unterscheidet man 2 Rassen mit jeweils 2 unterschiedlichen
Varianten.
Da gibt es zunächst den "langhaarigen" Pyrenäen-Hütehund.
Den wiederum unterscheidet man einmal nach einer zotthaarigen Art mit
viel Unterwolle, und einer mit nur wenig Unterwolle.
Die 2. Rasse ist der kurzhaarige Pyrenäen-Hütehund. Diese zeichnet
sich durch eine wesentlich kürzere Behaarung des Gesichtes aus, das
man als "face rasé" (französisch: rasiertes Gesicht)
bezeichnet. Und auch hier gibt es eine 2. Erscheinungsform, nämlich
die, die am Körper insgesamt kurzhaariger ist. Bei dieser Variante
spricht man vom Piémont. Neuerdings nimmt der Piemont deutlich
an Beliebtheit zu.
Sowohl die langhaarigen als auch die kurzhaarigen Pyrenäenhütehunde
unterscheiden sich in einigen Punkten. Der langhaarige Typ besitzt eine
in etwa dreieckige Kopfform (bedingt durch einen kürzeren Fang),
und er ist mit einer Widerristhöhe von 40 cm bis 46 cm kleiner als
die kurzhaarigen, die zwischen 46 cm und 54 cm hoch sind. Die beiden Rassen
werden streng voneinander getrennt und werden von verantwortungsvollen
Züchtern nicht miteinander gekreuzt.
Die beiden beschriebenen Rassen besitzen einen starken und eigenwilligen
Charakter, der von hoher Intelligenz geprägt ist. Bedingt durch die
selbständige und eigenverantwortliche Tätigkeit des Hütens
sind die Hunde daran gewöhnt, eigene Entscheidungen zu treffen. Da
sie jedoch sehr gelehrig und lernfreudig sind, wird es bei einer liebevollen
und konsequenten Erziehung eines solchen Hundes keine Probleme geben.
Der Berger des Pyrénées ist zwar nicht besonders
groß und schwer, aber dennoch ein ungeheures Energiebündel.
Für Agility und als Begleithund beim Sport ist er geradezu ideal.
Auf Spaziergängen wird er sich unternehmungslustig und lebhaft zeigen;
er freut sich über kleine und große Aufgaben, die ihn fordern
und ist bei der Erledigung unermüdlich.
Und das sollte man auch täglich machen: ihn fordern! Der Berger muss
seinen Bewegungsdrang ausleben können und will auch mental gefordert
sein. Solche Pyrenäenhütehunde, die weder körperlich noch
mental ausgelastet sind, können leicht Unarten im Haus entwickeln,
wenn sie unterfordert bleiben.
Fremden gegenüber zeigen sie sichfast immer sehr reserviert und misstrauisch,
was oft als Ängstlichkeit fehlinterpretiert wird. Durch eine gezielte
Prägung im Welpenalter kann man dieses natürliche Misstrauen
reduzieren und dafür sorgen, dass der Hund Fremden gegenüber
zugänglicher wird.
In der eigenen Familie dagegen ist ein Berger des Pyrenees der
beste Freund, den man sich denken kann. Er liebt sein Rudel über
alles, ist kinderlieb und verschmust und wird Haus und Hof mutig bewachen.
Er will immer "dabei" sein - egal, ob die Familie im Auto unterwegs
ist oder zu einem langen Spaziergang oder eine Fahrradtour aufbricht.
Als Zwingerhund ist er nicht geeignet.
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