Malteser
April 18th, 2008 by klaus
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Der Malteser, im französischen Sprachraum auch als Bichon Maltaise bekannt, gehört zur FCI-Gruppe 9 der Gesellschafts- und Begleithunde.
Seinen Ursprung wie auch seinen Namen verdankt er nach vorherrschender Meinung der Mittelmeerinsel Malta. Andere Quellen geben jedoch die sizilianische Stadt Melita oder aber die im adriatischen Meer liegende Insel Meleda als Herkunftsort dieser Rasse an.
Die Schulterhöhe sollte maximal 25 cm betragen, die Angaben schwanken hier zwischen 20 und 30 cm. Das Gewicht sollte dabei nicht grösser als 3,2 kg sein, bevorzugt sind hier 1,8 – 2,7 kg an Körpermasse.
Das Fell des Maltesers ist lang und gerade mit einer seidigen Struktur. Das weiche Haar reicht dabei fast bis zum Boden und hat keinerlei Unterwolle, weshalb kein jährlicher Haarwechsel mit all seinen Problemen stattfindet.
Die Farbe ist ein reines weiss, an den Ohren sind zitronenfarbige oder hell lohfarbene Abzeichen erlaubt, aber nicht erwünscht. Die Haare fallen nicht von selbst aus, sondern müssen ausgekämmt werden und das jeden Tag, da ansonsten die Haare verknoten könnten. Auch vertragen sie keinen starken Regen oder extreme Kälte.
Zudem müssen jeden Morgen die Augen und nach jedem Fressen der Bart des Tieres gereinigt werden. Da auch die Afterregion eine regelmässige Reinigung verlangt, ist ein Malteser nur jemandem zu empfehlen, der Spass an der Pflege des Fells sowie die dazu notwendige Zeit aufbringen kann.
Der Malteser gehört zu den ältesten Rassen der Welt. Kleine Hunde, die man als “Schosshunde” oder “Bichon” bezeichnet, sind im Mittelmeerraum schon seit mehreren tausend Jahren vorzufinden. Allen Rassen ist gemeinsam, dass sie Minitaturausgaben von Wasserhunden sind und die gleichen Vorfahren wie der Pudel, der Barbet und der Portugiesische Wasserhund haben.
Ausserdem haben sie alle den gleichen Typ, das gleiche lebhafte, anschmiegsame Wesen und ein attraktives Fell, obwohl sich einige unabhängig voneinander entwickelt haben. Lebten sie auf Teneriffa, nannte man sie “Bichon Tenerife”, in Bologna hiessen sie “Bologneser” und die auf Malta lebenden wurden “Malteser” genannt.
In ägyptischen Gräbern des 13. Jahrhunderts v. Chr. fand man bereits Statuen malteserähnlicher Hunde. Die Insel Malta wurde um 1000 v. Chr. durch die Phönizier kolonialisiert, welche möglicherweise auch diese kleinen, weissen Hunde mitbrachten. Da solche Hunde aber in der gesamten Welt gehandelt wurden, können sie auch aus anderen Ländern auf diese Insel gebracht worden sein.
Manche Fachleute glauben beispielsweise, dass sie von Ägypten aus über Griechenland nach Italien und von da aus dann später nach Frankreich und das restliche Europa gelangten. Fest steht, dass die Malteser ausschliesslich als seelentröstende, kleine Familienhunde gezüchtet wurden.
Besonders die Damen des Adels und der sogenannten besseren Kreise schmückten sich sehr gerne mit diesen niedlichen, kleinen Hunden. Sie trugen sie in ihren Gewändern mit sich und nahmen sie mit auf den Schoss, wenn sie sich in ihren Kutschen spazierenfahren liessen.
Sicherlich war der warme Körper der Hunde aber auch wohltuend für den Körper und ihre Gesellschaft taten der Seele gut. Auch bei Männern waren Malteser sehr schnell beliebt.
Der römische Statthalter von Malta, Publius, liess im 1. Jahrhundert n. Chr. seine Malteserhündin Issa porträtieren und in einem Gedicht verewigen: “Issa ist übermütiger als Catulas Sperling. Issa ist reiner als der Kuss einer Möwe. Issa ist liebenswürdiger als eine Maid. Issa ist teurer als indische Juwelen.
Damit die letzten Tage, die sie erlebt, sie nicht für immer von ihm nehmen, liess Publius sie malen.” Wahrscheinlich brachten römische Legionäre den Malteser schon um 55 v. Chr. nach Grossbritannien. Über Jahrhunderte gab es eine stete Nachfrage nach Maltesern als Familien- und Schosshund und bereits im Mittelalter gehörte er zu den Lieblingshunden des europäischen Adels.
Ein Schriftsteller berichtete im Jahre 1607 von einem Malteser, der für die zur damaligen Zeit unglaubliche Summe von 2000 $ verkauft wurde. Damals waren die Malteser noch kleiner als heute, sie hatten in etwa die Grösse eines Eichhörnchens oder eines kleinen Frettchens und waren damit so winzig wie die kleinste heutige Ausgabe. Der Malteser zählt auch zu den ersten Hunden, die auf Ausstellungen öffentlich präsentiert wurden.
In Grossbritannien wurden sie 1862 zum ersten Mal gezeigt, in den USA standen sie nur kurze Zeit später, im Jahr 1877, erstmals im Ausstellungsring. Da die Malteser auch in heutiger Zeit immer mehr Liebhaber finden, sollte man beim Kauf sehr kritisch sein und z.B. die Herkunft genauestens prüfen.
Der Malteser hat einen liebenswürdigen und anhänglichen Charakter. Bei vernünftiger Zucht ist er trotz seiner geringen Grösse ein robuster, gesunder und ausgesprochen langlebiger Hausgenosse. Er ist sehr verspielt, ausdauernd, gelehrig und wachsam, was ihn auch zu einem ausgezeichneten Wachhund macht, zumal er auch nicht unnötig kläfft.
Am liebsten begleitet er sein Herrchen überall mit hin und ist ihm treu ergeben. Obwohl manchmal wählerisch, ist er zu jedem stets ausgesprochen freundlich.
Züchter dieser Rasse bei Welpen.de – Malteser
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