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Labrador Retriever

Mai 17th, 2008 by klaus


Der Labrador Retriever, meistens nur kurz Labrador genannt, gehört zur FCI-Gruppe 8 der Apportierhunde und hat seinen Ursprung in England.

Laut Rassestandard beträgt die ideale Grösse bei Rüden 56 – 57 cm, bei Hündinnen sind es 54 – 55 cm. Das erwünschte Gewicht liegt dabei zwischen 25 und 34 kg. Der Labrador hat ein mässig kurzes, dichtes Fell mit glatten und sich hart anfühlenden Haaren.

Durch eine starke Unterwolle ist es vollkommen wetterfest und aussergewöhnlich wasserabweisend. Obwohl eigentlich recht pflegeleicht, verliert das Fell viele Haare und muss besonders während des Fellwechsels im Frühjahr häufig gebürstet werden.

Die vorherrschenden Farben sind einfarbig schwarz, schokoladenbraun oder gelb, von fuchsrot bis hell cremefarben reichend.

Bereits im 17. Jahrhundert setzten Kanadas Fischer und Jäger Wasserhunde ein. Je nach geographischer Herkunft nannte man diese Neufundländer, St. John´s Hund oder Labrador, wobei zu beachten ist, dass auch Grönland früher Labrador hiess.

Neben dem Apportieren waren sie dazu abgerichtet, die Fischernetze durch das eiskalte Wasser zu ziehen. Diese frühen Hunde waren meist von mässiger Grösse, hatten ein Gen zur Scheckung in sich und trugen die Rute hoch.

Obwohl es keine planmässige Zucht gab, waren sie die Vorfahren der heutigen modernen Rassen wie Neufundländer, Landseer, Labrador sowie Flat-Coated und Chesapeake-Bay Retriever.

Fischer, Handels- und Forschungsschiffe kreuzten damals alle Weltmeere und jedes Schiff hatte mindestens einen Hund an Bord. Erwiesenermassen kreuzten sich diese Schiffshunde nicht selten mit den ortsansässigen Hunden, die in der Hafengegend streunten.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gelangten einige Apportierhunde mit Fischern von Neufundland zur Westküste Grossbritanniens. Neben den Fischen wurden dort auch einige Hunde verkauft.

Als es im späteren 19. Jahrhundert in Kanada aufgrund einer sehr hohen Hundesteuer zu einer starken Einschränkung in der Hundezucht kam und zudem die englischen Behörden strenge Quarantänegesetze erliessen, kamen die Importe nach England faktisch zum erliegen. So kam es trotz der kanadischen Herkunft zu der isolierten Entwicklung der Rasse in England.

Der Earl of Malmesbury gab ihnen im Jahre 1887 den Namen Labrador, gleichwohl sie eigentlich von der Küste Neufundlands stammten. Obwohl zunächst der Flat-Coated Retriever sich besonderer Beliebtheit erfreute, setzte sich der Labrador an die Spitze, nachdem er 1903 vom English Kennel Club als eigenständige Rasse anerkannt und dadurch bei einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde.

Der Labrador ist kleiner und kurzhaariger als der etwas bärenhafte Neufundländer. Die ersten Exemplare waren von grosser Vielfalt in bezug auf Typen und Farbe, es kamen gestromte und gefleckte Tiere vor.

Schnell wurden sie in ganz Grossbritannien als Jagd- und Apportierhunde sehr geschätzt und mittlerweile zählen sie dort wie in den USA zu den fünf populärsten Rassen. Zudem gelten sie als hervorragende Entenjäger. Auf amerikanischen Prüfungen für Retriever sind sie nahezu unschlagbar.

Ihre berühmte Vielseitigkeit macht sie zu erstklassigen Begleithunden bei der Vogeljagd, Drogensuchhunden bei der Polizei ebenso wie Minenspürhunden beim Militär, zu hervorragenden Rettungshunden, Lawinenhunden und Blindenführhunden.

Dass sie nebenbei auch äusserst erfolgreiche Wettbewerber bei Unterordnungsprüfungen sind und auch als “einfacher” Familienhund zu glänzen wissen, versteht sich bei dieser Rasse fast von selbst.

Die wahrscheinlich ausgeprägteste Eigenschaft des Labradors ist der Wunsch zu gefallen. Trotzdem ist er auch ein geeigneter Wachhund, der vor Eindringlingen schützen will. Er hat ein sanftes Wesen und ist seiner Familie treu ergeben.

Seine ausgeglichene Art, seine Intelligenz sowie seine aussergewöhnliche Geduld und Liebenswürdigkeit Kindern gegenüber machen ihn zum hervorragenden Familienhund.

Er kann beispielsweise das ganze Jahr über mit den Kindern herumrennen und -tollen, fliegende Frisbees im Stadtpark apportieren und abends gemütlich mit der Familie am offenen Kamin sitzen und ganz nebenbei noch als hervorragender Jagdhund bestechen.

Der Labrador hat zwar eine ausgeprägte natürliche Veranlagung zum Markieren und Apportieren von Wild, trotzdem streunt und wildert er nicht. Er ist wachsam, aber niemals aggressiv und deshalb auch kein ausgesprochener Schutzhund.

Ausserdem besitzt er gute Nerven und rauft nicht mit anderen Hunden. Er ist verschmust, fröhlich und leicht zu erziehen. All dies macht ihn deshalb zu einem Hund, der für Anfänger gut geeignet ist. Allerdings braucht er den engen Anschluss an seine Familie. Seine Grösse und sein rassetypischer Lebensstil als athletischer, aktiver Hund machen es ausserdem notwendig, dass er ausreichend Bewegung, täglichen Auslauf und am Besten eine Aufgabe bekommt, damit seine Gesundheit auf Dauer keinen Schaden nimmt.

Auch deswegen ist der Labrador besser auf dem Lande als in einer Stadtwohnung aufgehoben. Als hervorragender Schwimmer geht er Sommer wie Winter an keinem Gewässer vorbei, ohne ein ausgiebiges Bad zu nehmen.

Der Rassestandard beschreibt den idealen Labrador als geringfügig länger als hoch. Er soll eine muskulöse, robuste Körperform aufweisen. Sein auch als “Otterrute” bezeichneter Schwanz ist von dickem und kurzem Haar bedeckt, dabei darf unter der Rute niemals Befederung vorhanden sein.

Züchter dieser Rasse bei Welpen.de – Labrador Retriever



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