Der Dobermann
November 28th, 2007 by klaus
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(C) Foto Familie Volk
Der Dobermann, auch Gendarmenhund oder Dobermann Pinscher genannt, zählt zur FCI-Gruppe 2 der Pinscher und Schnauzer sowie der Molosser.
Sein Ursprung liegt in Deutschland, er hat eine Schulterhöhe von 63 – 72 cm und wiegt dabei zwischen 32 – 45 kg. Sein kurzes und glattes Fell zeichnet sich durch eine schwarze, dunkelbraune oder blaue Grundfärbung mit rostroten Abzeichen aus.
Um 1870 beschloss der Steuereintreiber und nebenberufliche Hundefänger Louis Dobermann, der in Ausübung seines Hauptberufes auch gefährliche Gegenden zu bereisen hatte und bei säumigen Steuerzahlern teilweise Überzeugungsarbeit leisten musste, sich zu diesem Zwecke seinen eigenen, möglichst einem großen Pinscher ähnlichen, Schutzhund zu züchten.
Zur Erreichung des Rassetypes wurde der alte Deutsche Schäferhund benutzt, der sich durch Intelligenz, Gesundheit und Härte auszeichnet. Des Mutes und der Reaktionsfähigkeit wegen wurden Deutsche Pinscher eingekreuzt.
Der Rottweiler brachte ebenfalls Mut, sowie Schutztrieb und Kraft, der Weimarer die Jagdfähigkeiten und den ausgezeichneten Geruchssinn. Die Schnelligkeit kam vom englischen Greyhound, Fell und Farbe vom Manchester Terrier, wogegen die Auflichtungsfaktoren im allgemeinen Mastiffgenpool zu finden sind.
Es gehörte schon einiger Mut dazu, diese zur Anfangszeit der Rasse sehr scharfen Hunde zu halten, doch genau dieser Ruf brachte den Dobermann auch nach Amerika.
Um die elegante äußere Linie zu vervollständigen, wurden vorhandene Wolfsklauen entfernt. Da man die zu der Zeit gelegentlich auch stummelschwänzig geborenen Welpen sehr schätzte, wurde seitdem auch viel coupiert. In den USA noch erlaubt, ist das ebenfalls jahrelange erfolgte Ohrencoupieren in den meisten europäischen Ländern mittlerweile verboten.
Einen großen Verdienst an den Verbesserungen der Rasse hatte Otto Goeller, der nach Louis Dobermanns Tod die Rasse weiterzüchtete und den ersten hervorragenden Zuchtrüden, Hellegraf von Thueringen, hervorbrachte.
Da während des Ersten Weltkrieges, als erstmals eine größere Anzahl von Tieren in die USA eingeführt wurde und in Deutschland Dobermänner teilweise zu Kriegsdiensten eingesetzt wurden, viele Hunde aber wegen Futtermangel eingeschläfert wurden, erfolgte eine intensivere Zucht hier erst wieder nach Kriegsende. In den USA wurde der Dobermann hingegen sogar zum „Marine War Dog” ausgezeichnet.
Aufgrund der sehr großen Loyalität ihrem Herren gegenüber werden viele Dobermänner zu Wach-, Polizei- und Rettungshunden, aber auch zu Blindenhunden ausgebildet. Sie erfüllen fast jede Aufgabe, die man von ihnen verlangt, hervorragende Schutzhundeausbildungen genauso wie spektakuläre Gruppenvorführungen.
Der schlechte Ruf, der bei vielen Menschen aufgrund der Hetze der heutigen Sensationsmedien teilweise eine sehr große Furcht vor Dobermännern erregt, ist in den meisten Fällen jedoch nicht gerechtfertigt. Zwar brauchen sie infolge ihrer Wesensveranlagung, sie sind natürliche gute Wächter, eine frühzeitige Sozialisation mit Mensch und Tier und auch möglichst eine autoritäre Erziehung, aber sie sind durch eine planmäßige Zucht heutzutage so der Umwelt angepasst, dass auch Fremde sie anfassen können.
Der Dobermann von heute, ein eleganter leichtfüßiger Hund mit adeligen Zügen, liebt es am meisten, in der Nähe seines Herren zu sein. Da sie in der Regel alles fressen, was sie finden, gehen viele Besitzer davon aus, dass etwas ziegenartiges in den Fressgewohnheiten ihres Tieres liegen könnte.
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