Der Bernhardiner
Juli 7th, 2009 by klaus
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Man kann davon ausgehen, dass der Bernhardiner zu den Vorfahren der Sennhunde gehört; sein Ursprung liegt in der Schweiz.
Zum Ende des 17. Jahrhunderts holten sich die Mönche des Hospizes auf dem großen St. Bernhard Hunde zu sich. Sie bemühten sich ohne großen Erfolg um eine Zucht, mussten jedoch immer wieder neue Hunde aus der Umgebung dazuholen, so dass es lange Zeit keinen richtigen Stamm gab.
Die Hunde wurden in dem rauen Klima nicht sehr alt. Da auch immer wieder neue Hunde eingekreuzt wurden, hatten die Tiere, die damals auf dem St. Bernhard anzutreffen waren, keine große Ähnlichkeit mit dem heutigen Bernhardiner. Einen durchgängigen Typus erschufen die Mönche erst im 19. Jahrhundert. Im Jahr 1887 erkannte man den Schweizer Standard an.
Große Bekanntheit erlangte der Bernhardiner durch seinen Einsatz als Lawinenhund. Seinerzeit gab es Hunde, die vielen Menschen, die von einer Lawine verschüttet worden waren, das Leben retteten, der bekannteste Lawinenspürhund hieß Barry und soll 40 Menschen Durch die Zuchtauslese ist jedoch der Bernhardiner für diese Tätigkeit heute nicht mehr geeignet, seine Aufgabe als Lawinenrettungshund wird inzwischen vom deutschen oder belgischen Schäferhund wahrgenommen.
Vielmehr gilt der Bernhardiner heute als Familien-, bzw. Haushund. Während er noch zu Beginn des 20. Jahrhundert relativ leicht und auch kleiner war, ist er heute mit einer Größe von bis zu 91 cm bei einem Gewicht von bis zu 90 kg recht schwer und massig. Durch die Erfüllung der Zuchtvorgaben hat diese Rasse an Größe und Gewicht in der Vergangenheit sehr stark zugelegt und kann ihrer eigentlichen, ursprünglichen Aufgabe nicht mehr gerecht werden.
Der Bernhardiner zählt mit seinen Maßen zu den großen Hunden. Neben den Mastiffs sind Bernhardiner die schwersten Hunde überhaupt. Im Guinness – Buch der Rekorde findet man mit „Benediktiner vom Schwarzwaldhof” einen Bernhardiner aus Grand Rapids in den USA: er wog 140,6 kg bei einer Schulterhöhe von 99 cm (Daten vom 20.03.1987)! Aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichtes erreichen Bernhardiner selten ein hohes Alter.
Das Fell der Bernhardiner ist langhaarig oder besteht auch aus Stockhaar. Es ist sehr dicht und liegt glatt an – ein großer Vorteil bei der Kälte in großer Höhe. Bernhardiner gibt es in weiß mit rotbraun oder umgekehrt, beides in unterschiedlichen Abstufungen. Üblicherweise haben sie weiße Abzeichen an den typischen Stellen wie Brust, Hals, Nase, Rutenspitze und an den Pfoten.
Trotz ihrer beeindruckenden Größe sind Bernhardiner sensible Hunde und zeichnen sich durch große Zuverlässigkeit aus. Sie sind sanftmütig und gehen vor allem mit Kindern sehr geduldig und liebevoll um. Auch Fremden gegenüber verhalten sie sich freundlich. Ihre Ausgeglichenheit und ihr gut ausgeprägter Beschützerinstinkt machen sie zu idealen Familienhunden.
Züchter dieser Rasse bei Welpen.de – Bernhardiner
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