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Collies

September 23rd, 2008 by klaus


Der Collie zählt zur FCI-Gruppe 1 der Hüte- und Treibhunde und hat seinen Ursprung im schottischen Tiefland Grossbritanniens. Seinen Namen hat er sehr wahrscheinlich von den dort gezüchteten schwarzen Schafen, die Colley genannt werden und von ihm gehütet wurden.

Da diese Rasse dem gleichen Ausgangszuchtmaterial wie die anderen schottischen Hütehunde entstammt, wird sie auch vielfach “Scotch Collie” genannt. Die Rasse teilt sich in zwei Schläge, die jeweils vom FCI als eigenständig anerkannt wurden, sich letztlich aber nur durch die unterschiedliche Länge des Fells voneinander unterscheiden: Dem Langhaar Collie, der hierzulande auch als “Schottischer Schäferhund” bekannt ist und im englischen Sprachraum auch als “Rough Collie” bezeichnet wird sowie dem Kurzhaar Collie, dessen andere Bezeichnung “Smooth Collie” ist.

Allerdings werden sie bis auf das Fell nach dem gleichen Rassestandard gerichtet. Der Standard sieht bei den Rüden eine Idealgrösse vor, die zwischen 63 und 69 cm betragen soll, bei der Hündin ist eine Schulterhöhe von 61 bis 66 cm erwünscht.

Das Idealgewicht liegt dabei zwischen 18 und 30 kg. Das Fell des Langhaar Collies besteht aus üppigem Langhaar mit einem dichten Unterfell und grobem, geraden Deckhaar. Es benötigt eine regelmässige Pflege durch ausgiebiges Bürsten, um so das ansprechende Aussehen zu erhalten.

Der Kurzhaar Collie hat ebenfalls ein doppeltes Fell mit Unterwolle und Deckhaar, welches allerdings kurz und glatt ist. Dieses Fell ist natürlich entsprechend pflegeleichter als das des Langhaarigen. Die Fellfarben reichen von Hellgold bis Mahagoni und Weiss; auch Schwarz, Rot und Weiss kommen vor, genau so wie Silberblau mit schwarzer Merlierung und weissen, wahlweise auch braunen Abzeichen.

Ein typisches Merkmal beim Collie sind seine sehr ausdrucksvollen Ohren. Sie sind im Ruhezustand nach hinten zurückgelegt und bei Erregung halbstehend nach vorne geklappt. Zudem ist das Gehör des Collies hervorragend entwickelt.

Man sagt, die Tiere wären dazu in der Lage, den Pfiff oder die Stimme ihres Hirten noch in einer Entfernung von mehr als einem Kilometer hören zu können.

Bei der Entstehungsgeschichte des Collies nimmt man an, dass die Nachfahren der Hunde, welche die Römer bei ihrer Invasion Grossbritanniens im Jahre 50 v. Chr. mitbrachten, mit einheimischen schottischen Hunden gekreuzt wurden.

Als im Jahre 1860 Königin Victoria das erste Mal ihr schottisches Landgut Balmoral besuchte, lernte sie die damals schwer arbeitenden Arbeitscollies kennen und war von diesen attraktiven Hunden so begeistert, dass sie einige Exemplare mit nach Schloss Windsor zurückbrachte.

Durch ihre Liebe zu der Rasse gewann diese sehr schnell an Beliebtheit und wurde auch schon bald zu einem gefragten Ausstellungshund in England. Die neu aufgekommenen Schönheitswettbewerbe für Hunde sorgten dafür, dass die Züchter versuchten, immer farbenprächtigere Collies zu erschaffen.

Ausserdem betonten sie im Laufe der nächsten Jahre immer stärker die bereits allgemein bewunderten Merkmale dieser Rasse, den schlanken, schmalen und wie gemeisselt wirkenden Kopf und das lange Fell. So entstand das äussere Bild des Rough Collies, welches wir bis heute kennen.

Als eigentlicher Arbeitshund geboren, musste sich der Collie nun immer öfters in feinen Salons langweilen, was schliesslich dazu führte, dass die Rasse zeitweilig als hysterisch galt. Allerdings bewährte er sich im Kriegsdienst hervorragend als Melde- und Sanitätshund.

Der Kurzhaar Collie stammt von alten stockhaarigen Hütehundschlägen ab und war im Gegensatz zu seinem langhaarigen Verwandten nie ein Modehund. Allerdings besitzt er die gleichen guten Eigenschaften wie der Langhaar Collie, ist aber nicht so sensibel.

Der Langhaar Collie wurde immer populärer, was nicht zuletzt an den Geschichten des Collies “Lad”, geschrieben von Albert Payson Terhune, lag. Um 1940 wurde die Rasse dann richtig berühmt, als ein Langhaar Collie für die Rolle des Hundes “Lassie” in den sehr beliebten Filmen und Fernsehserien ausgesucht wurde.

Vorbild dafür war der klassische Roman “Lassie komm nach Hause” von Eric Knight. In der Blütezeit der Rasse waren die Collies auf sehr vielen Bauernhöfen verbreitet, ihr freundlicher Gesichtsausdruck und die halb aufgerichteten Ohren waren das Markenzeichen der Rasse und zudem ein wichtiges Merkmal für Ausstellungshunde.

Leider führte die grosse Nachfrage nach Collies dazu, dass immer öfters viele untypische und ängstliche Collies auftauchten. Verantwortungsvollen Züchtern ist es zu verdanken, dass der Collie mit der Zeit wieder seinen guten Ruf zurückgewinnen konnte.

Der Collie hat einen gutmütigen und freundlichen Charakter. Als ein Nachkomme vieler Generationen sehr hart arbeitender Hütehunde ist er äusserst gewissenhaft und überaus intelligent. Er ist ausserordentlich anpassungsfähig und treu, ganz auf seine Familie bezogen, der er sich bereitwillig unterordnet und ihr seine ganze Liebe entgegenbringt.

Jedem Fremden dagegen misstraut er zunächst. Der Collie ist ein Hund von grosser Intelligenz, der viel Bewegung im Freien braucht, denn wenn man ihn, was leider viel zu oft vorkommt, ausschliesslich wie ein Dekorationsstück betrachtet und behandelt, werden seine ausserordentlich vielseitigen Fähigkeiten mit der Zeit verkümmern.

Er ist beispielsweise als Rettungshund, Fährtenhund, Hütehund und in manchen Fällen auch als Schutzhund zu verwenden. Zudem eignet er sich sehr gut für Breitensport und Agility, d.h. Geschicklichkeitssport mit anderen Hunden.

Er ist bis ins hohe Alter verspielt und gibt einen vorzüglichen Kinderhund ab, der immer dazu bereit ist, Bewunderung und Liebe zu schenken und auch anzunehmen. Zudem toleriert er auch anstandslos die Launen seiner Menschen.

Nicht umsonst war der erste Träger des “Dog Hero Award”, im Jahre 1954 herausgegeben von der Quaker Oats Company Ken-L Ration Division, ein Collie und seitdem stellt die Rasse jedes Jahr einen nicht geringen Anteil an “Hundehelden”.

Collies sind von Natur aus sehr gesellig und zeigen normalerweise keinerlei Anzeichen von Aggressivität oder Nervosität. Diese Hunde sind ihrer Familie gegenüber stets liebenswürdig und freundlich und sind sogar dazu bereit, jede Art von Anstrengung auf sich zu nehmen, um mit ihren Menschen zusammenzusein.

Einmal soll der Collie “Bobbie”, nachdem er auf einer Urlaubsreise verlorengegangen war, zweitausend Meilen gelaufen sein, um wieder zu seiner Familie zu gelangen.

Züchter dieser Rasse bei Welpen.de  – Collie



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