Airedale Terrier
Juni 4th, 2008 by klaus
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(C) Bild – Familie Sonntag
Der Airedale Terrier gehört zur FCI-Gruppe 3 der Terrier und hat seinen Ursprung in England.
Seinen Namen verdankt er einem Tal des Flusses Aire in der mittelenglischen Provinz Yorkshire.
Der Rassestandard sieht bei den Rüden eine Idealgrösse zwischen 58 und 61 cm vor, Hündinnen sollen zwischen 56 und 59 cm Schulterhöhe aufweisen. Das optimale Gewicht liegt bei etwa 22,5 kg.
Der Airedale Terrier hat ein hartes und drahtiges Fell mit dicht am Körper anliegenden, leicht gewellten Haaren. Zudem hat er eine ausgeprägte Unterwolle. Bei der Farbe herrschen schwarz oder dunkelgrau vor. Dabei sind der Kopf, die Ohren, der Schwanz, der Unterkörper und die Läufe zumeist braun bzw. lohfarben.
Das Fell hat zwar die positive Eigenschaft, kaum zu haaren, allerdings muss es täglich gebürstet und gekämmt sowie in regelmässigen Abständen getrimmt werden. Ein typisches Merkmal des Airedales ist sein kleines, seitlich getragenes v-förmige Kippohr, das zum Kopf hin gefaltet ist, aber nicht auf die Augen weist.
Zudem ist seine Rute so coupiert, dass die Schwanzspitze in einer Ebene mit der Schädeldecke liegt.
Der Airedale Terrier entstand im Laufe des 19. Jahrhunderts durch Verkreuzung des Otterhounds mit scharfen Terriern wie beispielsweise dem mittlerweile ausgestorbenen Black and Tan Terrier, dem Broken-Haired Terrier sowie dem ebenfalls ausgestorbenen schwarz-lohfarbenen Old English Terrier.
Die Terrier brachten die Beweglichkeit, gute Augen und Ohren sowie den Mut. Allerdings fehlte ihnen die gute Nase und die Schwimmfreudigkeit, die dann der Otterhound zur neuen Rasse beisteuerte.
Angeblich soll auch der Collie wegen seines umgänglichen Wesens eingekreuzt worden sein. So entwickelte sich durch konsequente Auslese mit der Zeit der Airedale Terrier, der sich als wasserfreudiger und raubzeugscharfer Jagdhund auf Otter, Wasserratte, Marder, Iltis und auch auf Wasservögel auszeichnete.
Aber auch zur Jagd auf Bären, Hirsche, Wildschweine und Hirsche wurde der intelligente, robuste und vielseitig einsetzbare Hund verwendet. Um 1860 war dann ein einheitlicher Schlag entstanden und man nannte diese Hunde zunächst Working, Waterside oder Bingley Terrier.
Man räumte ihnen erstmals 1879 eigene Klassen auf landwirtschaftlichen Ausstellungen ein. Der noch heute gültige Rassenamen entstand, als auf der Landwirtschaftsausstellung von Airedale eine enorm grosse Anzahl von Waterside Terriern gemeldet wurde.
Als einer der Söhne des berühmten Airedale Terriers Ch. Master Briar um 1900 nach Philadelphia exportiert wurde, begann der Siegeszug der Rasse in den USA.
Mittlerweile hat er nicht nur in den USA und England, sondern in der ganzen Welt begeisterte Anhänger gefunden und auch auf Ausstellungen viele “Best of Show” Preise gewonnen.
Der Airdale war einer der ersten Hunde, die während des ersten Weltkrieges von der englischen Armee eingesetzt wurden. Sie dienten u.a. in Flandern als Melde- und Sanitätshunde und erreichten eine so grosse Berühmtheit, dass man sie fortan auch als “Kriegshunde” bezeichnete.
Ein Airedale Terrier mit dem Namen “Jack” erhielt sogar posthum das Viktoria-Kreuz für besondere Tapferkeit im Feld. Auch bei der russischen Armee und beim Roten Kreuz wurden während des ersten Weltkrieges viele Airedales eingesetzt und auch während des zweiten Weltkrieges dienten sie in vielen Armeen als Helfer.
Die “Hutchinson´s Dog Encyclopaedia” schrieb: “Die Rasse stand über lange Zeit bei allen Armeen in Europa und Asien in hohem Ansehen. Die Hunde lassen sich leicht ausbilden, richtig erzogen zeigen sie ein ausgezeichnetes Wesen und erfüllen ihre Pflicht mit viel Hingabe, nahezu übermenschlicher Intelligenz.
In erster Linie arbeiten sie als Meldehunde und Sanitätshunde, haben viele Verwundete aufgespürt. Die Intelligenz der Hunde war tatsächlich für das Aufspüren Verwundeter so ausgeprägt, dass sie während des russisch-japanischen Krieges die japanischen Sieger dadurch oft in Verlegenheit brachten, das sie die russischen Verwundeten immer als erste fanden und verwiesen, japanische Soldaten als letzte.
Das Geruchsempfinden des Airedales ist bemerkenswert.” Heutzutage werden Airedale Terrier in Afrika, Indien, Kanada und den USA zur Jagd auf Grosswild eingesetzt. In England und Deutschland war die Rasse einer der ersten, die für den Polizeidienst eingesetzt wurde.
Man sagt, der Airedale Terrier könne alles, was andere Hunde auch können – und dann noch etwas mehr.
Tatsächlich gibt es eigentlich nichts, wozu man den “König der Terrier” nicht einsetzen könnte:
Als
- Schutzhund
- Blindenführhund
- Rettungshund
- Lawinenhund
- Jagdhund
sowie als Kinder- und Familienhund ist er stets eine hervorragende Wahl.
Der Airedale Terrier ist von Natur aus freundlich, was ein Erbe seiner Laufhundvorfahren ist. Seiner Familie gegenüber ist er treu ergeben. Da er sehr gutmütig ist, gibt er einen hervorragenden Haushund ab und ist besonders für Kinder im etwas höheren Spielalter ein ausgezeichneter Spielgefährte.
Allerdings ist er auch als Wachhund gut geeignet, wenn nötig, zeigt er Schutztrieb und allein sein Gewicht macht ihn als Verteidiger nahezu unschlagbar. Er ist zwar ein sehr temperamentvoller Hund, dabei aber keinesfalls nervös.
Als Nachkomme eines Lauf- und Jagdhundes braucht er viel Bewegung und Beschäftigung in Form von täglichen ausgedehnten Spaziergängen. Gelegentlich kann er sich etwas ungebärdig zeigen, darum benötigt er eine konsequente und liebevolle Führung.
Dann aber passt er sein Verhalten ohne weiteres den Wünschen seines jeweiligen Besitzers an. Ausgewachsenen Hunden sagt man eine gewisse würdige Gleichgültigkeit gegenüber Fremden und auch Artgenossen nach.
Er verfügt über grosse Kraft und ist voller Energie. Da er auch ein hervorragender Schwimmer ist, macht es ihn sehr glücklich, wenn es ihm ermöglicht wird, im Wasser spielen und planschen zu dürfen.
Dann kann man ihn sogar mit einem Clown vergleichen, der bereit ist, mit seinem Besitzer gemeinsam durch dick und dünn zu gehen.
Züchter dieser Rasse bei Welpen.de – Airedale Terrier
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