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Bullmastiff

Februar 9th, 2008 by klaus


Der Bullmastiff gehört zur FCI-Gruppe 2 der Molosser und hat seinen Ursprung in England. Sein Idealgewicht liegt zwischen 40 – 60 kg.

Dabei sollte seine Schulterhöhe beim Rüden 63 – 69 cm und bei einer Hündin 61 – 66 cm betragen. Sein Fell ist kurz und hart, die Farbe ist rot, rotbraun, falbfarben, gestromt oder schwarz. Eine schwarze Gesichtsmaske ist erwünscht, weiße Abzeichen dagegen sind nur auf der Brust zugelassen.

Der Bullmastiff wurde im 19. Jahrhundert in England aus Kreuzungen von Mastiffs mit der englischen Bulldogge neu gezüchtet. Es entwickelte sich ein Hund, der viel von der Kraft der großen Mastiffs behielt, gleichzeitig aber beweglicher wurde.

Erste Erwähnungen gab es angeblich schon 1791. Im Jahr 1871 wird sogar von einem Kampf zwischen Bullmastiffs und Löwen berichtet. Der ursprüngliche Name war „Gamekeepers Nightdog – Wildhüters Nachthund”, da sie gezüchtet wurden, um Wildhüter zu schützen und zu unterstützen.

Zu der Zeit waren nicht nur in England viele Leute gezwungen, zu Wildern um zu überleben. Da aber auf Wilderei die Todesstrafe stand, waren ertappte Wilderer sehr leicht dazu bereit, die Wildhüter zu ermorden. Verlangt wurde nach einem furchtlosen Schutzhund, der sich dabei absolut leise verhält.

Da der Bullmastiff die Kraft und Wendigkeit sowie die gute Nase des Mastiffs mit dem Mut und dem Kampfgeist der Bulldogge in sich vereint, war er der ideale Begleiter und Beschützer für die Wildhüter.

Er sollte auf Befehl angreifen und den Wilderer umwerfen. Dann sollte er ihn am Boden festhalten, jedoch ohne sich in ihm zu verbeissen. Auch große Landgüter wurden von Bullmastiffs vor Viehdieben bewacht. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ging der Bedarf an Schutzhunden gegen Wilderer immer mehr zurück.

Es kam dann zu Schaukämpfen, bei denen ein Freiwilliger sich mit einem gewissen Vorsprung in Wäldern oder Mooren verstecken musste. Dann wurden die mit einem Maulkorb ausgestatteten Bullmastiffs losgelassen und verfolgten den „Wilddieb”, um ihn dann niederzureissen und am Boden zu halten, bis sein Besitzer kam.

Die Rasseanerkennung erfolgte in England im Jahre 1924, in Amerika erst um 1933. Ab diesem Zeitpunkt kann dann man von einer typmäßigen Reinzucht sprechen. Die englischen Züchter verfolgen dabei weiterhin das Ziel, jeweils 50 % Mastiff und 50 % Bulldogge zu vereinen, in Amerika liegt dagegen das Zuchtziel im Verhältnis von 60 % Mastiff zu 40 % Bulldogge.

Im Laufe der Zeit wurde die dunkle Stromung des Fells, die bei den nächtlichen Arbeiten mit dem Wildhüter als Tarnstreifen dienten, durch Hunde mit einem falbfarbenen Fell immer mehr verdrängt.

In England und den USA zählt der Bullmastiff zur Gruppe der Arbeitshunde, in Australien dagegen zur Gruppe der Gebrauchshunde. Heutzutage wird er vorwiegend von Polizei und Armee als Wachhund eingesetzt, aber auch als treuer Familienhund kann sich der Bullmastiff auszeichnen.

Vom Charakter her ist der Bullmastiff ein etwas eigensinniger, aber pflegeleichter Familienhund, der sich durch Freundlichkeit und Gutmütigkeit auszeichnet. Er ist intelligent und energisch, durch sein ausgeglichenes und ruhiges Wesen jedoch nicht unnötig aggressiv oder bissig.

Man sollte ihm bereits als Welpen die Neigung, Unsinn zu treiben, abgewöhnen. Zum Glück erlernt er sehr schnell, gehorsam zu sein. Trotzdem muss man ihn konsequent, aber auch liebevoll erziehen.

Dann lässt er sich auch meist von Fremden anfassen und streicheln. Er ist zudem ein äußerst guter Schutzhund, schließlich wurde er früher nicht umsonst wegen seines Kampftriebes gerühmt. Falls notwendig, wird er immer dazu bereit sein, sich und seine Familie zu verteidigen.

Da es sehr schwer ist, Bullmastiffs an eine absolute Disziplin in Sachen Gehorsamkeit zu gewöhnen, sollte man ihn nie auf den Mann dressieren. Seine ausgeprägte Anhänglichkeit und Lebhaftigkeit lassen ihn bei mangelnder Zuwendung unglücklich werden.

Wird er allein gelassen, langweilt er sich zu sehr und wird dann höchstwahrscheinlich den restlichen Tag komplett verschlafen.



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